... auf der Homepage der Bertha-von-Suttner-Schule Ettlingen! Wir freuen uns über Ihr Interesse an einer schulischen oder beruflichen Ausbildung an unserer Schule!

Abi machen? Oder die Fachhochschulreife? Oder vielleicht doch lieber eine Ausbildung?

Gerne informieren wir Sie, was man über unsere beruflichen Gymnasien mit dem Ziel Abitur, die Berufskollegs (auch möglich mit dem Ziel Fachhochschulreife), die Berufsfachschule mit dem Abschluss Mittlere Reife, eine Ausbildung (Erzieher/in, Altenpfleger/in,Tierpfleger/in, Landwirt/in) oder über unsere berufsvorbereitenden Bildungsgänge wissen sollte.

Hier finden Sie die Termine über die nächsten  Informations- und Anmeldetage.
Nächster Termin: 2. Mai 2019 AVdual-Anmeldenachmittag


 

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Sechs Schüler sind Teil eines Experiments und stehen in einem Kreis im Klassenzimmer. Ein siebter möchte auch aufgenommen werden, aber das bleibt ihm so lange verwehrt, bis er endlich zustimmt, seinen Teil dazu beizutragen, die Schule abzubrennen…

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Mohamed Zakzak fragt im Anschluss: „Wie war das für Euch?“ – die Frage geht sowohl an die Teilnehmer des Experiments als auch an die zuschauenden MitschülerInnen. „Es war krass, wie gut sich das angefühlt hat, ihn eine Weile zappeln zu lassen und der Stärkere zu sein!“ – „Für mich war das echt schmerzhaft. Ich musste mich am Ende echt verbiegen, weil ich unbedingt dabei sein wollte.“ – „Schon eine so kleine Gruppe kann einen richtigen Sog entwickeln. Es ist schwer, standhaft zu bleiben“, so die Beobachtung aus dem Publikum.

Jetzt hat Mohamed Zakzak zusammen mit den SchülerInnen den wunden Punkt erreicht: „Ganz genau. Macht und Kontrolle können süchtig machen. Ich bin mehr und kann mehr als andere. Dieses Gefühl, zusammen mit einem neuen Gefühl der Gemeinschaft macht viele anfällig für die Parolen der Hass-Prediger.“

Das Gespräch entwickelte sich innerhalb der Nachbereitung des Theaterstücks „Jungfrau ohne Paradies“, das am 15. November 2017 an der Bertha-von-Suttner-Schule zweimal aufgeführt wurde. Das Theaterprojekt stammt von Gerburg Maria Müller und Alessandra Ehrlich vom Verein New Limes und Wir! E.V. in Mannheim. Die Nachbereitung dazu übernahmen drei Experten vom Demokratiezentrum Baden-Württemberg: Herr Richardt, Frau Dahabi und Herr Zakzak.

Insgesamt acht Klassen (1BKFH, 2BFH/P1, 2BFH/P2, AG 11/1, AG 11/2, BTG 12/1, BTG 12/2, LS-ZG) nahmen an dem interaktiven Theaterstück teil. Es geht um Paul, dessen Traum scheitert, ein berühmter Rapper zu werden. Aus Frust schließt er sich einem religiösen Fanatiker an und radikalisiert sich. Cem, sein bester Freund, der ebenfalls aus dem gleichen benachteiligten Stadtteil kommt, kann die neuen Ansichten nicht verstehen. Und auch Johanna, die in Paul verliebt ist, steht zwischen der Fremdenfeindlichkeit ihrer Eltern und dem Fanatismus ihres Freundes.

Während des Stückes musste immer wieder nachgedacht werden, warum sich manche Leute radikalisieren und manche immun dagegen bleiben. Was führt dazu, dass manche sich nicht mehr richtig aufgehoben fühlen und labil werden? Was bedeutet Respekt, Toleranz und Emanzipation genau und welche Verbindung gibt es zu Begriffen wie Radikalisierung und Heldentum?

Statt eine Antwort zu geben, verzichtet das Stück auf eine Positionierung innerhalb der Pole „Richtig“ und „Falsch“ und überlässt es den Zuschauern, sich Gedanken zu machen und sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Deshalb hat das Stück auch zweimal unterschiedlich geendet. Einmal konnte Paul von einem Schüler überzeugt werden nicht in den Dschihad zu ziehen, beim zweiten Mal überzeugte ihn niemand und er machte sich auf den Weg nach Syrien.

Organisiert wurde der Besuch des Theaterprojekts von Kerstin Habig, die Referendarin im zweiten Jahr an der Schule ist und das Fach Geschichte mit Gemeinschaftskunde unterrichtet. Die finanzielle Unterstützung kommt von dem Demokratiezentrum Baden-Württemberg und dem Fördervereins FöSSL (Förderverein Sicherer Südlicher Landkreis). Auch das Regierungspräsidium Karlsruhe hat unterstützend mitgewirkt.