Am 17. Mai erhielten die Klassen 12/1 und 12/2 des Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums mit Ihren Lehrern Herr Sahrbacher und Herr Neff Einblick in die Arbeit des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums (LTZ) Forchheim.

Das Thema des Tages war „Stickstoffdüngung“. Die Schüler erhielten in drei Vorträgen von Herrn Dr. Möller und Herrn Dr. Mokry grundlegende Informationen über den Stickstoffkreislauf, wie der Mensch in diesen eingreift, welche Folgen sich daraus ergeben, an welchen Vermeidungsstrategien das LTZ forscht und wie Leguminosen Stickstoff aus der Luft binden. Nach diesem theoretischen Teil ging es raus in den Schaugarten. Dort stellte uns Frau Feininger verschiedene Getreidearten vor und die Schüler konnten lernen, wie man die Getreidearten unterscheidet. Zu sehen waren auch die Vorläufer von Weizen, nämlich Einkorn, Emmer und Dinkel sowie Eiweißpflanzen wie Ackerbohnen, Lupinen und Erbsen. Eiweißpflanzen dienen einerseits als Ersatz zum Import von Soja und andererseits zur Düngung. Nach diesem Kurs zur Nutzpflanzenkunde wurden wir zu den Versuchsfeldern gebracht. Dort stellte uns Herr Dr. Butz einen Versuch zur Bewässerung vor. Ziel des Versuches ist es herauszufinden, wie die Bewässerung mithilfe von einfachen und komplexen Modellen, die Niederschlag, Verdunstung und Bodenfeuchte berücksichtigen, zu optimieren. Herr Dr. Butz erklärte auch, wie Versuche grundlegend aufgebaut sein sollen, nämlich dass es Wiederholungen geben muss und diese zufällig platziert werden, um ungewollte Einflüsse ausschließen zu können. Abschließend erhielten die Schüler durch Frau Zarnik Einblick in einen Versuch zum Anbau von Einkorn. Frau Zarnik ging auf die Schwierigkeiten beim Anbau dieses Urgetreides bei der Aussaat und dem Pflanzenschutz ein. Es fehlen hier im Vergleich zu anderen Getreidearten einfach die Erfahrungen. Wir danken dem LTZ recht herzlich, dass wir im Rahmen der abgeschlossenen Kooperation jährlich einen Einblick in seine Arbeit werfen können.

Text: Chr. Sahrbacher