Gleich drei Preise konnten SchülerInnen beim Wettbewerb „Agrarwissenschaftliche Gymnasien innovativ im Ländlichen Raum“ mit nach Hause nehmen. Die Preisverleihung mit Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und dem Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauck, fand im Rahmen des Landwirtschaftlichen Hauptfestes am 6. Oktober 2018 statt.

Sarah Schönung (AG 13/1) erhielt in der Kategorie Geschichte mit Gemeinschaftskunde den ersten Preis für ihre Arbeit „Stärkung des ländlichen Raums durch landwirtschaftliche Direktvermarktung“.

Andreas Mohr (AG 13/1) bekam den zweiten Preis im Bereich Agrarbiologie für seine Arbeit zum Thema „Erhaltung magerer Mähwiesen zur Bewahrung eines Kulturgutes im ländlichen Raum“.

Kim Katrin Linder und Selina Weis (AG 13/1) wurden mit dem dritten Preis, ebenfalls in der Kategorie Agrarbiologie, für ihre Arbeit „Vom Aussterben bedrohte regionale Nutztierrassen“ ausgezeichnet.  

Der Wettbewerb wurde im Schuljahr 2017/18 vom Kabinettsausschuss Ländlicher Raum ins Leben gerufen, um das Interesse junger Leute für zukünftig wichtige Themen wie den ländlichen Raum zu wecken. Die SchülerInnen sollen sich gezielt mit den grundlegenden Verbindungen zwischen Landwirtschaft, ländlicher Strukturpolitik, Natur- und Umweltpolitik und der Agrar- sowie Umweltwissenschaft auseinandersetzen. Auf diese Weise können sie bei der Entwicklung neuer Lösungsideen zur Stärkung des Ländlichen Raums mitarbeiten. Die verschiedenen Projekte werden den Kategorien Agrarbiologie, Geschichte mit Gemeinschaftskunde oder Wirtschaft zugeordnet.

So bringt man junge Leute dazu, sich beispielsweise mit dem Sterben von Ortskernen, Landflucht und Landfrust von Jugendlichen, der Vermarktung regionaler Produkte oder altdeutschen Nutztierrassen auseinanderzusetzen. Man bietet im Agrarwissenschaftlichen Gymnasium einen Seminarkurs zum Thema „Stärkung des Ländlichen Raums“ und gibt den Schülern die Gelegenheit, ihre Projektarbeiten bei einem Wettbewerb zu diesem wichtigen Thema einzureichen.

Einen Seminarkurs kann man in der Jahrgangsstufe 1 (12. Klasse) besuchen. Das Thema des Seminarkurses orientiert sich am Profilfach des Beruflichen Gymnasiums und ist fächerübergreifend ausgerichtet (z.B. in Verbindung mit dem Fach Wirtschaftslehre oder Geschichte mit Gemeinschaftskunde). Im Fokus des Seminarkurses stehen ein erstes wissenschaftliche Arbeiten, die Auseinandersetzung mit Quellen sowie Literatur und das Präsentieren der Ergebnisse. 

Einer der betreuenden Lehrer, Herr Dr. Kleine, fasst die letzten aufregenden Tage so zusammen: „Es war der Hammer. Zu Beginn des letzten Schuljahres stand da dieses Thema „ländlicher Raum“, zu dem es zwar viel Forschungsliteratur gibt, aber wenig Schülergerechtes. Wir haben uns da nach und nach herangetastet und zusammen mit den SchülerInnen Themen erarbeitet. Je mehr wir uns mit dem Thema befassten, desto interessanter wurde es und desto mehr Spaß machte es. Nachdem die Seminarkursarbeiten letztes Schuljahr fertiggestellt wurde, haben sich dieses Jahr sechs SchülerInnen für den Wettbewerb gemeldet. Dass nun vier von ihnen ausgezeichnet wurden, ist echt Wahnsinn. Von allen Agrarwissenschaftlichen Gymnasien in Baden-Württemberg haben wir die meisten Preise gewonnen! Die letzten Tage vor dem Wettbewerb waren noch einmal mit Arbeit vollgepackt: So mussten die SchülerInnen nicht nur noch einen griffigen Slogan finden und ein Video drehen; auch die Vorbereitung des Vortrags muss auch noch in Angriff genommen werden. Am Wettbewerbstag präsentierten die TeilnehmerInnen ihre Arbeiten an einem Ausstellungsstand, hielten einen ca. 10-minütigen Vortrag und wurden von den Juroren in einem Jurygespräch befragt. Alle haben das bravourös gemeistert und ich bin sehr stolz auf alle! Gemäß unserem Slogan kann ich nur sagen: Der ländliche Raum – ein echter Traum!“