„Schön, dass Sie wieder einmal vorbeikommen!“, so wurde Nebenlehrer Markus Klatz, der seit Jahren den Kontakt zu dieser Landmaschinenfabrik hält, von einem Mitarbeiter der Firma Rauch begrüßt.

Zusammen mit seiner Kollegin Tina Schneider-Prüeß und den Klassen LS-ZG und L2LW aus der Landwirtschaftlichen Berufsschule sowie einem Teil des Agrar-und Umwelttechnik-Kurses besuchten sie am 12. März 2018 die Firma am Baden Airpark in Baden Baden.

Die  Maschinenfabrik, die dort seit einigen Jahren ihren neuen Produktionsstandort besitzt, stellt Düngerstreuer für die Landwirtschaft her sowie Salzstreuer für den Winterdienst. Die Zeiten sind gut und deswegen werden nächstes Jahr eine große Testhalle und später noch ein neues Verwaltungsgebäude auf dem Gelände gebaut werden.

Zur Beginn wurde die Gruppe mit einem Vortrag von Daria Ziegler, einer Mitarbeiterin der technischen Beratung, begrüßt. Sie erklärte, dass das Unternehmen seit 1921 die der Hand der Familie Rauch sei und mittlerweile exportiere der Düngerstreuer-Hersteller weltweit 65% der roten Granulatstreuer in die gesamte Welt. Stolz wies sie darauf hin, dass der mit Innovationen und 150 Patenten ausgerüstete Kastenstreuer zu 100% Made in Germany sei.

Auch in der Landwirtschaft machten die Innovationen nicht Halt: so gebe es Global Position Systems (GPS), Sensortechnik auf dem Feld  sowie Computer gesteuerte Streutechnik mittels Applikationskarten. Hinzu komme noch, dass Rauch der Originalausrüstungshersteller (OEM) der Firmen Kuhn und Köckerlin sei, die beide Weltfirmen in der Landtechnik seien.

Die Schüler waren beeindruckt von dieser modernsten Technik, die heute fast schon selbstverständlich in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Im Anschluss stand ein Rundgang über das Schulungszentrum durch die Produktionshallen auf dem Programm. Fasziniert schauten alle beim Einsatz eines Roboters zum Biegen von Stahl zu, auch die abfallarme und auf regenerative Energien basierende Pulverlackierung fand Anklang.

Zuletzt gab es die Möglichkeit, sich in einer Fragestunde mit Experten auszutauschen. „So viel Innovation direkt vor unserer Haustür – das ist schon toll. Hier muss ich unbedingt noch einmal mit meinem Chef vorbeikommen!“, so die Aussage eines angehenden Landwirts.