Am 14. Dezember 2019 besuchten die Klassen AVdual 1 und AVdual 2 zusammen mit Frau Bohländer und Frau Kreutzberger die Ausstellung Sauber? Kulturgeschichte des Badens im Ettlinger Schloss.

Geführt von Frau Maier und Herrn Pasch begann der ca. 75-minütige Rundgang mit den Wasserflächen der Welt und dann mit der Alb als „Wasserspender“ in Ettlingen. Erstaunt nahmen die SchülerInnen zur Kenntnis, dass die Römer damals viel mehr Wasser verbrauchten als die Leute heute: heute sind es 123 Liter pro Tag, zur Römerzeit waren es 400 Liter.

Schon vor 2.000 Jahren legte man viel Wert auf Körperhygiene; Düfte wie z.B. Zedern, Rosmarin, Lavendel und Körperöle etc. waren sehr wichtig, die Römer kannten noch keine Seife, die Reinigung erfolgte mit Körperölen.

Von der römischen Badeanlage geht es dann über die eher spärliche mittelalterliche Körperpflege hin zu Bädern im Laufe des 20. Jahrhunderts.

Badehäuser waren wichtig mit den Berufen Reibermagd (rieb die Menschen ab) oder Bader (ihm gehörte das Badehaus, er übernahm aber auch gleichzeitig Aufgaben eines Arztes. Mit dem Auftreten von Krankheiten wie Pest, Syphilis und Cholera ging man nicht mehr in Badehäuser. Man machte Wasser für die Krankheiten verantwortlich. Statt sich zu waschen und zu baden, rieben sich die reichen Mitbürger mit Parfüm ab, Haare wurden nicht gewaschen – man trug Perücken. Läuse, Wanzen, Flöhe kamen an die Menschen; damit man die Bisse der Tiere nicht sah, benutzte man weißen Puder im Gesicht.

Später gab es in den Wohnungen Toilettentische, aber noch keine Badezimmer. Badewannen aus Zink wurden aufgestellt und einmal in der Woche benutzt.

In der Ausstellung gab es auch Raritäten zu sehen wie eine Schaukelbadewanne oder eine Badewanne in einer Schublade in einer Küche. An etlichen Stellen konnte man auch an den jeweiligen Pflegemitteln dieser Zeit riechen. Das war für die SchülerInnen auch sehr interessant.

Insgesamt war es eine informative Führung und die Schüler konnten manche Gemeinsamkeiten erkennen mit ihren Heimatländern, z.B. mit Italien.

„Das war eine tolle Ausstellung! Viele Dinge waren sehr interessant, zum Beispiel, dass es in Ettlingen erst in den 1920er Jahren eine Kanalisation gab. Heute können wir uns ein Leben ohne Badezimmer gar nicht mehr vorstellen!“, so ein Schüler nach dem Besuch der Ausstellung.