Ausbildungsziele

Kauffrau/ Kaufmann Groß- und Außenhandel mit Zusatzqualifikation Agrarwirtschaft in den Geschäftsbereichen der ZG Raiffeisen eG

•           Pflanzliche Produktion
•           ZG Raiffeisen Märkte
•           ZG Raiffeisen Technik

Ausbildungsdauer

•           3 Jahre
Über Möglichkeiten der Lehrzeitverkürzung berät Sie die zuständige Industrie- und Handelskammer.

Aufnahmevoraussetzungen

Es muss ein Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb der ZG Raiffeisen abgeschlossen werden.

Organisation der Ausbildung

Bei dieser Ausbildung handelt es sich um ein Kooperationsmodell zweier beruflicher Schulen (landwirtschaftliche und kaufmännische Berufsschule). Im Rahmen der klassischen Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann/frau wird zusätzlich eine berufsbezogene Qualifikation in Agrarwirtschaft erworben.

Stundentafel

durchschnittliche Zahl der Wochenstunden

1. Pflichtbereich

1. Jahr

2. Jahr

3. Jahr

Religionslehre/ Ethik

1

1

1

Deutsch

1

1

1

Gemeinschaftskunde

1

1

1

Englisch

1

1

1

Berufsfachliche Kompetenz

 

 

 

-          Schwerpunkt Betriebswirtschaft

4

5

5

-          Schwerpunkt Steuerung und Kontrolle

1

2

2

-          Schwerpunkt Gesamtwirtschaft

2

1

1

-          Schwerpunkt Informationsverarbeitung

1

-

-

Projektkompetenz (Integrativer Bestandteil des Lernfeldunterrichts.
Der Anteil der Projektkompetenz umfasst ca. ¼.)

 

 

 

 

 

 

 

2.            Wahlpflichtbereich

 

 

 

Pflanzenproduktion

6

2

2

Tierproduktion

3

2

2

Fachpraxis

3

-

-

Summe

24

16

16

Erstes Ausbildungsjahr: Bertha-von-Suttner-Schule (landwirtschaftliche Berufsschule)

Im ersten Ausbildungsjahr besuchen die Auszubildenden jeweils an drei Wochentagen den Unterricht an der Bertha-von-Suttner-Schule (landwirtschaftliche Berufsschule). Neben den kaufmännischen Pflichtfächern (Berufsfachliche Kompetenz) erwerben die Auszubildenden Grundwissen über die landwirtschaftliche Produktion.

Ergänzend zur Theorie findet auch fachpraktischer Unterricht, z.B. auf landwirtschaftlichen Betrieben oder in ZG Raiffeisen-Märkten statt. Ein wichtiger Schwerpunkt des Unterrichts ist die Vorbereitung auf die Prüfung für den „Sachkundenachweis für die Abgabe von Pflanzenschutzmitteln im Einzelhandel“. Dieses Zertifikat ist erforderlich, um Pflanzenschutzmittel an Kunden abgeben zu dürfen. Dazu findet am Ende des ersten Ausbildungsjahres eine Prüfung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe statt.

An den restlichen zwei Wochentagen erfolgt die praktische Ausbildung in den Betrieben der ZG Raiffeisen eG.

Zweites und drittes Ausbildungsjahr: Wilhelm-Röpke-Schule (kaufmännische Berufsschule)

Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr findet der Berufsschulunterricht als Blockunterricht an der benachbarten Wilhelm-Röpke-Schule (kaufmännische Schule) statt. Der Schwerpunkt liegt auf der kaufmännischen Ausbildung. Begleitend dazu findet im Umfang von 4 Wochenstunden Unterricht in landwirtschaftlichen Fächern statt.

Abschlussprüfungen

Die Ausbildung endet mit der zentralen Abschlussprüfung zur Kauffrau/ zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel.

Die praktische Abschlussprüfung wird von den Prüfungsausschüssen der Industrie- und Handelskammern organisiert.

Zusätzlich müssen die Auszubildenden für die Zusatzqualifikation eine schriftliche Abschlussprüfung aus dem Bereich Agrarwirtschaft ablegen. Dabei wird ein Teil der Aufgaben von der ZG Raiffeisen eG gestellt.

Unterkunft

Auszubildende mit weiten Anfahrtswegen können während der Berufsschultage im Ketteler-Wohnheim in Karlsruhe übernachten. Die Schüler erhalten dazu einen Zuschuss des Landes. Zusätzlich beteiligt sich die ZG Raiffeisen eG an den Unterbringungs- und Verpflegungskosten.

Kosten

Es wird kein Schulgeld erhoben. Im Rahmen der Lernmittelfreiheit nach Artikel 14 Absatz 2 der Landesverfassung sind Schulbücher unentgeltlich. Die Kosten für Lernmittel, deren Art und Zweck die Leihe ausschließen, müssen anteilig übernommen werden. Fahrtkosten können im Rahmen der geltenden Richtlinien erstattet werden.

Anmeldung

Die Anmeldung an der Bertha-von-Suttner-Schule erfolgt durch den ausbildenden Betrieb. Für die Anmeldung sind folgende Dokumente vorzulegen:

  • Aufnahmeantrag
  • Ausbildungsvertrag
  • beglaubigte Zeugniskopie der zuvor besuchten Schule

Die Bewerbungsunterlagen sollten bis zum 1. März eines Jahres für die Aufnahme im folgenden Schuljahr bei der Schule vorliegen.