Am Dienstag, den 22.03.22 durfte die Abschlussklasse der angehenden Tierpfleger:innen der Fachrichtung Tierheim und Tierpension im Rahmen ihrer Projektkompetenzarbeit ihre Infostände präsentieren. Diese Aktion dient dazu, die Jugendlichen auf die Öffentlichkeitsarbeit vorzubereiten, die in ihrem Berufsfeld neben der Tierpflege eine wichtige Rolle spielt.

Die Schüler:innen informierten bei dieser Aktion andere Klassen über tierschutzrelevante Themen. Ein Infostand verdeutlichte die Wichtigkeit einer artgerechten Haltung von Pferden. Dort klärten die angehenden Tierpfleger:innen artgerechte Fütterung sowie arttypische Verhaltensweisen von Pferden. Am Stand über Qualzucht wurden neben Hunde- und Katzenrassen auch über Qualzuchten bei Reptilien aufgeklärt. Um das Leiden kurznasiger Rassen zu verdeutlichen, sollten die Besucher:innen Kniebeugen machen, während sie durch einen Strohhalm atmeten. Ein weiterer Stand informierte über die artgerechte Haltung in der Terraristik. Ein besonderes Augenmerk legte die Projektgruppe auf das Thema Enrichment im Terrarium. Außerdem gab es dort Tickets für den größten Reptilienzoo Deutschlands zu gewinnen. Weiter konnten Interessierte viel über die Vorteile von Second-HandHunden (Hunden aus zweiter Hand) lernen. Besonders am Herzen lag den Veranstalter:innen natürlich die Vermittlung von Hunden aus dem Tierheim. Eine andere Projektgruppe klärte über den Wesenstest, sowie den für eine Haltung von Listenhunden erforderlichen Sachkundenachweis auf. Auch boten die Azubis die Möglichkeit über ein interaktives Quiz zu lernen, wie man einen passenden Maulkorb erkennt. Der Stand über illegalen Welpenhandel machte auf das Leid von Junghunden aufmerksam, die meist viel zu früh von ihrer Mutter getrennt und nach Deutschland transportiert werden. Auch gaben die Auszubildenden aus dem 3. Lehrjahr praktische Tipps, worauf beim Erwerb eines Welpen unbedingt geachtet werden muss. Eine weitere Projektgruppe hatte sich mit dem Auslandstierschutz in Rumänien beschäftigt. Sie sensibilisierten für die Situation der Tiere in Tötungsstationen und gaben Auskunft darüber, woran man eine seriöse Tierschutzorganisation erkennt. Außerdem nutzten die Schüler:innen ihren Stand um Spenden für die Smeura, das größte Tierheim Rumäniens, zu sammeln. Auch ein Stand zum Thema artgerechte Haltung von Kleintieren war dabei. Hier konnten die Besucher:innen anhand von zahlreichen Positiv- und Negativbeispielen praxisnah lernen, worauf es bei der Gehegeeinrichtung von Kleintieren ankommt.

„Der Tag war ein voller Erfolg“, so eine Schülerin der Abschlussklasse, „wir konnten viele Menschen erreichen und haben viele interessante Gespräche geführt“.

Bericht: Anouk Lutz