Man sagt, der Hund sei der beste Freund des Menschen, man verbringt viel Zeit mit ihm; die eigene Katze wird gestreichelt, mit dem besten Futter gefüttert und bekommt die bestmögliche Behandlung beim Tierarzt – idealerweise sieht so die Beziehung zwischen Mensch und Haustier aus. Aber nicht immer entspricht das der Realität.

Beim Infotag am 22. Februar mit dem Motto „Tierliebe? Licht und Schatten im Zusammenleben zwischen Mensch & Tier“ der Tierpfleger-Azubis im dritten Lehrjahr konnten sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer des Bildungszentrums über dieses Thema informieren. Unterstützt durch einige vierbeinige Begleiter, zahlreiche Informationsbroschüren und ansprechende Plakate sowie Filmausschnitte brachten die angehenden Pensions- und Tierheim-Tierpfleger ihr Wissen unter die interessierten Besucher. Dabei standen Themen wie Animal Hoarding, die Vernachlässigung von Heimtieren, die so genannten Wühltischwelpen, die sinnvolle Beschäftigung von Hunden, der Hundeführerschein, Aufgaben von Therapiepferden und die Adoption von Tierheimtieren statt Zuchttieren im Fokus.

„Kastration hat nichts mit Tierquälerei zu tun. Es gibt einfach zu viele freilaufende Katzen, die sich unkontrolliert vermehren. Viele müssen eingeschläfert werden, sie werden überfahren oder von Jägern getötet. Dagegen muss man etwas tun!“, so die Aussage einer Tierpflegerin, die tagtäglich bei der Arbeit mit diesem Thema konfrontiert ist. „Überlegen Sie es sich, wenn Sie ein neues Haustier haben wollen. Statten Sie dem Tierheim vor Ort einen Besuch ab. Dort warten viele Hunde, Katzen, Hasen oder Meerschweinchen auf ein neues Zuhause. Dabei helfen Sie nicht nur dem Tier, sondern auch dem Tierheim selbst, das dann wieder Platz hat, um neue Tiere aufnehmen zu können.“, ergänzt ein anderer an einem anderen Infostand. Das Interesse an den vorgestellten Themen war groß, was der Andrang an den Tischen zeigte. Herzlichen Dank allen Schülerinnen und Schüler sowie den betreuenden Lehrerinnen Regina Wagner und Ilka Kegreis für ihr Engagement!