Noa Steinmetz aus der Klasse BTG 12/2 ist für die Endrunde der Biologie-Olympiade in Kiel qualifiziert. Sie gehört damit zu den besten Biologieschülern in ganz Deutschland. Nur 45 von über 1500 Schülern konnten sich für die Endrunde an der Universität in Kiel qualifizieren.

Die Endrunde findet Ende Februar an der Universität in Kiel statt. Dort werden die Mitglieder des Deutschland-Teams ausgewählt: hier werden eine Woche lang praktisches und theoretisches biologisches Können geprüft und die besten TeilnehmerInnen kommen in die Mannschaft, die Deutschland in Shiraz/Iran vertritt.
Das Team Baden-Würtemberg mit Noa Steinmetz wurde vom 15.-17. Januar 2018 am KIT auf diese große Herausforderung vorbereitet. Bei dem Workshop ging es um praktisches Arbeiten, beispielsweise das Mikroskopieren von Pflanzen und Tieren oder mikrobiologisches Arbeiten; auch Bereiche wie Biochemie oder Genetik werden thematisiert.

An dem zweistufigen Auswahlverfahren der Biologie-Olympiade nahmen vier SchülerInnen des Biotechnologischen Gymnasiums teil. In der ersten Runde mussten Aufgaben aus den Bereichen Botanik, Ökologie, Evolution, Zoologie und Genetik zu Hause bearbeitet werden. Dazu mussten die TeilnehmerInnen auch praktische Aufgaben (Keimungsversuche mit Apfelkernen, Vitamin-C-Bestimmung) lösen. Drei SchülerInnen erreichten danach die nächste Runde.

In der zweiten Runde wurde eine zweistündige versiegelte Klausur geschrieben, die vom Landesbeauftragten Baden-Württembergs, Martin Röck, bewertet wird.

Die Klausur – auf Hochschulniveau - besteht aus 30 Aufgaben, die zum Teil Multiple-Choice-Fragen sind und sechs komplexen Aufgaben aus den Bereichen Anatomie und Physiologie von Tier und Mensch, Cytologie, Genetik und Evolution, Botanik, Ökologie, Systematik und Verhalten. In aller Regel kommen TeilnehmerInnen mit mehr als 50% der richtigen Antworten weiter. Noa Steinmetz hatte auch diese hohe Hürde geschafft und damit das Ticket für die Endrunde in Kiel gebucht.

Die letzte Runde hat es in sich: Die Anforderungen steigen, besonders im Hinblick auf die Praxis. In einem theoretischen Teil müssen 80 Aufgaben in Multiple-Choice-Fragen und ca. 16 komplexe Aufgaben aus denselben Bereichen der Biologie wie in der zweiten Runde in vier Zeitstunden bearbeitet werden. Im praktischen Bereich durchlaufen einzelne Schüler drei Labore (entsprechend den drei Gebieten der Biologie, Botanik, Zoologie und Mikrobiologie/Biochemie) mit bis zu drei Aufgaben zu je 75 Minuten am IPN (Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik) in Kiel.

Unabhängig von einem  Buchpreis bietet die Endrunde in Kiel die Möglichkeit, mit den besten Biologie-Schülern aus ganz Deutschland in Kontakt zu kommen, den Uni-Betrieb in kennen zu lernen und mit verschiedenen, internationalen Forschungseinrichtungen (Uni-Göttingen, Alfred-Wegener-Institut Helgoland, Weizmann-Institut–Israel, Uni Mainz) auch über Praktika und Studienmöglichkeiten zu sprechen.

Die TeilnehmerInnen aus Baden-Württemberg werden zusätzlich im Sommer vom Kultusministerium zur Tagung der Nobelpreisträger nach Lindau eingeladen.

Die Internationale Biologie-Olympiade (IBO) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.