Am 15. Juni 2018 kam eine Gruppe von sechs ehemaligen Schülern und Schülerinnen, die 2012 am Biotechnologischen Gymnasium der Bertha-von-Suttner-Schule ihr Abitur gemacht haben, um den aktuellen Abiturienten über ihre Studiengänge zu berichten.

Mit sorgfältig vorbereiteten Powerpointfolien erzählten sie anschaulich über das Studium der Zahnmedizin in Heidelberg, den Studiengang Applied Life Science (B.SC. und M.Sc.) an der Fachhochschule in Zweibrücken, Lehramtsstudiengänge in Mathematik, Biologie, Technik und Ethik in Zweibrücken und Karlsruhe, ein Duales Studium im Bereich Betriebswirtschaft in Karlsruhe und ein Studium der Agrarwissenschaften in Stuttgart.

Spannend waren vor allem die Erzählungen, wie die Ehemaligen zu ihrer persönlichen Entscheidung nach dem Abitur gekommen sind. „Macht auf keinen Fall einfach Nichts nach der Schule! Sucht euch Praktika in verschiedenen Bereichen, um eure Entscheidung, welches Studium oder welcher Ausbildungsberuf für euch geeignet ist, richtig treffen zu können! Ihr merkt dann sehr genau, was euch wirklich gefällt!“

Authentisch erzählten sie aber auch von schwierigen Lebensphasen, wenn die Erkenntnis klar wurde, dass die eigene Entscheidung nach der Schulzeit korrigiert werden muss. „Ich hatte nach dem ganzen Lernen zuerst mal überhaupt keine Lust mehr auf Bio und habe ein Duales Studium im Bereich BWL gemacht. Schon in den praktischen Phasen während des Studiums ging es mir damit nicht gut. Nach sieben Monaten in der Industrie wurde mir klar, dass ich nicht ein Leben lang in diesem Beruf bleiben kann. Jetzt studiere ich Mathematik und Biologie mit dem Ziel Bachelor of Education (Gymnasiallehramt).“

Gerade die Berichte über die persönlichen Umwege und Neuorientierungen machten den Abiturienten Mut für die eigenen Entscheidungen. Es geht immer wieder weiter und manche Wege und Möglichkeiten entdeckt man erst während des Studiums.

Klare Botschaft war aber auch: Ob das Abitur mit 1 oder mit 3 abgeschlossen wurde, wichtig ist es, den richtigen Studiengang zu finden und dann arbeitet man auch mal motiviert 12 Stunden am Schreibtisch und schafft die schwierigen Klausuren. „So viel habe ich in der Schulzeit nie gearbeitet wie jetzt. Aber ich habe das Glück, dass ich das Richtige für mich ausgesucht habe und bin jetzt total motiviert, dann ist man auch bereit, so viel zu arbeiten!“

Ein wichtiger Tipp war auch, Durchhaltevermögen zu zeigen, gerade auch in den ersten Semestern, in denen bei den Hochschulstudiengängen die Durchfallquoten in den Klausuren sehr hoch sind. „Nach dem Motto „Vier gewinnt!“ müsst ihr da durch, wenn euer Ziel das Richtige ist, schafft ihr das auch!“

Die Abiturienten konnten auch Fragen stellen nach Zugangsvoraussetzungen und Tricks und Tipps, wie man bei NC Fächern am besten bei der Bewerbung vorgeht.

„Also ich muss sagen, dass mir die Vorträge echt etwas gebracht haben und auch in gewisser Weise beruhigt und motiviert haben. Die haben uns gezeigt, dass es eben auch mehrere Wege gibt, zu seinem Ziel zu kommen und dass wir uns von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen sollten. Also ich fand es sehr positiv und bin froh, dass sie das ermöglicht haben.“, war das Fazit einer Abiturientin.

Ein herzliches Dankeschön an die Ehemaligen des Abiturjahrgangs 2012: Nadine Deurer, Carolin Psotta, Hanna Uckele, Sina Bofinger, Fabio Hauser und Johanna Reister.

Text: Chr. Huth