Am 25.02.2019 war es mal wieder so weit. Der Albtraum jeden Lehrers stand vor der Tür. Die Studienfahrt voller pubertierenden Jugendlichen oder Jugendliche, die behaupten, dass sie es nicht mehr wären.

Doch das Lehrerinnenduo Marja ter Haseborg und Katharina Stiebel wagte sich an dieses riskante Unterfangen und legten somit voller Zukunftsvisionen einen Treffpunkt, eine halbe Stunde vor Zugabfahrt am Karlsruher Hauptbahnhof fest – und wie vorhergesehen war dieser 30-minütige Puffer notwendig.

Als dann wider Erwarten alle 27 SchülerInnen und die Lehrerinnen (ohne Anti-Depressiva) im richtigen Flugzeug Richtung Dublin saßen und schließlich vollständig im Hotel angekommen sind, war die erste Hürde auch schon gemeistert. Es wurde Abend, es wurde Morgen und der zweite Tag begann.

Das Kulturprogramm konnte somit beginnen! Angeführt von einer Stadtrundfahrt auf einem Amphibienboot, welches auf Rädern durch die Stadt fahren und mit einer kleinen Turbine auf dem Wasser gleiten konnte. Das Amphibienboot sah vom ersten Eindruck vielversprechend aus und bot eine interessante Stadtrundfahrt bis es endlich zum Wasser ging! Alle waren gespannt, ob es nicht untergehen würde; und nein, es schwamm. Die Begeisterung und Euphorie war groß, bis man jedoch bemerkt, dass die Location nicht so traumhaft war, wie es die Reklame versprach. Ein kleiner See, eine gefühlte Geschwindigkeit von 5 km/h und im Rücken das Industriegebiet Dublins.

Dieser Tagespunkt war nun fertig und es ging weiter zur Campus Tour im Trinity College, bei welcher uns natürlicherweise auf Englisch eine sehr interessante Universität vorgestellt wurde mit ihrer Geschichte und den verbundenen Studiengängen wie Rechtswissenschaften und für uns sehr bedeutend – Biotechnologie. Nach dem Einblick in die Universität – auf Englisch in die Biotechnologie –  ging es mit einem Ausstellungsbesuch auf dem Campus weiter, nämlich den „Book of Kells“, einer der ältesten Schriften der Evangelien. Nach dem Ausstellungsbesuch war auch für diesen Tag das Programm zu Ende und jeder konnte den Abend gemütlich ausklingen lassen. Es wurde Abend, es wurde Morgen und der der dritte Tag begann.

Heute stand das landschaftliche Highlight Irlands an – nämlich einen Tagesausflug in die Wicklow Mountains! Wir konnten mit einer vierstündigen Wanderung eine unbeschreiblich schöne Landschaft wahrnehmen. Der Ausflug war landschaftlich so schön, dass es schwierig ist es in Worte zu fassen und es deshalb nichtmehr der Worte bedarf, sondern lediglich jedem als Empfehlung dienen soll, die Wicklow Mountains als Reiseziel anzupeilen! Es wurde Abend, es wurde Morgen und es begann der letzte Tag.

Die Englischlehrerin Katharina Stiebel behauptete, es sei nicht genug für unser Englisch getan, drei Tage auf Studienfahrt in ein englischsprachiges Land zu reisen, sondern man müsse noch dazu in ein Museum gehen, passend zu den Themen im Lehrplan, so dass niemand mehr sagen könne, dass er nicht ins Englischabitur wollen würde. So verschlag es uns in das EPIC (The Irish Emigration Museum). Abgesehen von der nicht unspannenden Thematik und dass man das meiste sogar verstanden hat, war es ein wirklich hochmodernes Museum, das extrem innovativ gestaltet war und somit das Interesse vieler wecken konnte.

Am Nachmittag konnten sich alle die Stadt noch einmal in Ruhe ansehen, bis wir gemeinschaftlich alle zusammen im Fritzgeralds Pub zu Abend aßen, uns über das Erlebte austauschten und schließlich wacker hinnehmen musste, dass die Studienfahrt bald zu Ende sei. Es wurde Abend, es wurde Morgen, und die Heimreise gelang.

Text: Alexander Karanikolas (BTG 12)