Am 26. Juni 2019 besuchte die Klasse BTG 13/2 das Julius-Kühn Institut in Siebeldingen (bei Landau).

Dort hieß sie Dr. Florian Schwander, Leiter der Arbeitsgruppe Rebenzüchtung, in der Forschungseinrichtung herzlich willkommen. Florian Schwander hat 2002 an der Schule das Abitur abgelegt. Schon während seiner Schulzeit hat er sich sehr für die Biologie interessiert und konnte sich mit seinem breiten naturwissenschaftlichen Fachwissen als bester Baden-Württemberger für die Endrunde der Biologieolympiade in Kiel qualifizieren. Neben einem Buchpreis erhielt er zusätzlich Einladung zur Tagung der Nobelpreisträger nach Konstanz. Die Stadt am Bodensee hat ihm so gut gefallen, dass er dort das Studium der Biologie begonnen und schließlich mit der Promotion abgeschlossen hat.

In seiner Forschungsarbeit befasste er sich mit Genorten, die mit bestimmten Eigenschaften gekoppelt sind, sogenannten Markern auf der DNA. Dieses Spezialwissen qualifizierte ihn dann für die Stelle am Julius Kühn-Institut. Dort sollen Sorten gezüchtet werden, die in ihrem Erbgut Resistenzen gegen den im Weinbau gefürchteten Mehltau-Pilz (weißer Belag auf den Blättern, der die Fotosynthese hemmt) tragen. Für resistente Sorten entfällt die Behandlung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln, ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz.

Bei der Laborführung erläuterte uns Florian Schwander, wie das Erbgut mit biotechnologischen Untersuchungsmethoden (PCR, Sequenzierung,…) analysiert wird. So konnten die SchülerInnen erkennen, dass die schulischen Lerninhalte durchaus von aktueller Relevanz in der Forschung sind.

Schließlich erfuhren alle noch etwas über die Weinbereitung im institutseigenen Keller und konnten wir sich bei einer Weinprobe von der Qualität der Pfälzer Weine überzeugen.

Gut gelaunt, vielleicht haben die „kleinen“ Weinpröbchen auch dazu beigetragen, mit der Erkenntnis, dass man mit einem Abitur am Biotechnologischen Gymnasium beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufsweg hat, traten alle um 15.00 Uhr den Heimweg an.

Text: G. Denninger