Die Bertha-von-Suttner-Schule ist eine der drei Schulen des Beruflichen Bildungs­zentrums Ettlingen in der Trägerschaft des Landkreises Karlsruhe.

Die Bertha-von-Suttner-Schule versteht sich als Kompetenzzentrum für die Berei­che Landwirtschaft, Umwelt, Biotechnologie, Sozialpädagogik, Pflege und Haus­wirtschaft.

Das Bildungsangebot umfasst Fachklassen für Landwirte und Tierpfleger, die im du­alen System ausgebildet werden, berufliche Vollzeitschulen, die zu allgemein bilden­den Abschlüssen einschließlich der allgemeinen Hochschulreife führen und berufli­che Erstausbildung von staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern sowie von staatlich anerkannten Altenpflegerinnen und Altenpflegern.

Das Leitbild befasst sich mit folgenden Themen:

  • Allgemeine Leitgedanken
  • Lehren und Lernen
  • Lebensraum Klasse/Schule
  • Zusammenarbeit in der Schule
  • Kooperation mit Dualpartnern und Eltern
  • Außenwirkung/Öffentlichkeitsarbeit

In allen Abteilungen und Gruppen der Schule wird die Umsetzung des Leitbildes re­gelmäßig diskutiert. Die so gewonnenen Erkenntnisse fließen in unsere tägliche Ar­beit und in die Weiterentwicklung des Leitbildes ein.

(beschlossen in der GLK am 13.12.2006)

Allgemeine Leitgedanken

  • Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft identifizieren sich mit der Schule, zei­gen sich mitverantwortlich und verstehen sich als selbständige und so­zial­kompetente Menschen.
  • Berufliche Bildung an der Schule versucht den ganzen Menschen zu würdi­gen und ihm Kulturtechniken, Schlüsselqualifikationen und Werte zu ver­mitteln.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit neuen Entwicklungen und die Bereit­schaft zu lebenslangem Lernen, zu Leistungswillen, Eigenverantwortung und sozialer Verantwortung sollen gezielt gefördert werden.
  • Die Schule bietet Hilfen zur selbständigen, bewussten und sinnorientierten Le­bensgestaltung.
  • Die Weiterentwicklung des Bildungsangebotes orientiert sich an der Gesell­schaft, Lehre und Forschung, den schülerspezifischen Bildungsbedürfnis­sen und am Bedarf der regionalen Wirtschaft.

Lehren und Lernen

Die Lehrerinnen und Lehrer unterrichten qualifiziert und praxisnah und bilden sich regelmäßig weiter. Dabei beziehen sie in ihrem Fach neue Forschungsergeb­nisse soweit wie möglich mit ein. Sie setzen geeignete und innovative Lehr- und Lernformen ein und stimmen diese auf die Bedürfnisse und Voraussetzungen der jeweiligen Schulart ab. Auch im Rahmen eines handlungsorientier­ten, projektorientierten und fächerübergreifenden Unterrichts fördern sie indivi­duelle Be­gabungen sowie Interessen und eröffnen Möglichkeiten für gemeinsa­mes Lernen und Arbeiten. Schulleitung und Kollegium sind bereit, die dafür not­wendigen Voraus­setzungen zu schaffen.

Lehrer und Schüler sind höflich, pünktlich und zuverlässig und beweisen Teamfähigkeit, Lern- und Leistungsbereitschaft und Verant­wortungsbewusstsein. Lehrerinnen und Lehrer verstehen sich als Lernbe­gleiter und sehen es als ihre zentrale Aufgabe an, die Schüler bestmöglich zu fördern sowie ihre Eigenständigkeit und Kreativität zu stärken.

Sie sind sich bewusst, dass gemeinsame Aktivitäten das Gefühl der Zusammen­ge­hörigkeit in der Klasse und Schule fördern.

Die Lehrerinnen und Lehrer fördern Umweltbewusstsein und eine gesunde Le­bens­führung.

Lebensraum Klasse/Schule

1. Miteinander leben

Die Vielfalt der Schule ermöglicht den Erwerb sozialer Kompetenzen im Miteinan­der der zahlreichen verschiedenen Ausbildungswege. Jede Schulart ist wichtiger Be­standteil des Gesamten und leistet ihren unverzichtbaren Beitrag zum Gelingen des Bildungsauftrags unserer Schule; dabei wird jede Schulart gleich geachtet und unter­stützt.

Dem Umgang aller am Schulleben Beteiligten liegen gegenseitige Wertschät­zung, Re­spekt und Achtung zugrunde. Gewalttätigkeiten im gegenseitigen Um­gang werden nicht geduldet. Bei Meinungsverschiedenheiten und Konflikten wird ein offener und konstruktiver Umgang mit den Problemstellungen ange­strebt. Ziel ist es, eine von Mehrheiten ge­tragene Lösung zu finden. Mehrheitsbeschlüsse werden von allen respektiert und Rechte und Belange der Minderheit beachtet.

In der täglichen Arbeit unterstützen sich Lehrer und Schüler gegenseitig. Die Schüler werden in ihrer Individualität akzeptiert und bei der Weiterentwicklung ihrer Persön­lichkeit unterstützt. Das dabei entstehende Vertrauen zwischen Leh­rern und Schü­lern wird durch über den Unterricht hinaus gehende schulische so­wie außerschuli­sche Aktivitäten vertieft. Verbindungslehrer und SMV spielen eine wichtige Rolle. Die Beratungslehrer helfen bei der Schul- und Berufsorientie­rung.

Als Ansprechpartnerin für schulische, berufliche und private Probleme der Schü­ler steht eine Schulsozialarbeiterin zur Verfügung.

2. Sächliche Ausstattung

Die Schule ist für einen großen Teil des Tages Lebensraum für Schüler wie Leh­rer. Es wird Wert auf feste Klassenzimmer und eine ästhetisch ansprechende und anre­gende Gestaltung der gesamten Schule gelegt.

Lehrer und Schüler sind für das Erscheinungsbild der Schule (Fach- und Klassen­räume, Flure und Außenbereich) mitverantwortlich. Sie gestalten dieses aktiv und kreativ mit.

Die wertschätzende Nutzung trägt zu einem guten Arbeitsklima und einer Atmosphäre des Wohlfühlens bei.“

Die Einrichtung und Ausstattung der Fachräume orientiert sich an der Berufs- und Arbeitswelt und dient dazu, fach- und sachgerechten Umgang mit ihnen zu er­proben und einzuüben.

Zusammenarbeit in der Schule

1. Schulleitung

Die in der Schulleitung Verantwortlichen pflegen respektvollen Umgang mit allen Mit­arbeitenden. Sie behandeln alle im Rahmen ihrer zugewiesenen Aufgabenbe­reiche gleichwertig. Sie machen durch Transparenz allgemeine organisatorische Entschei­dungen nachvollziehbar. Information und Kommunikation tragen zur Gleichrangigkeit der Abteilungen bei. Sie fordern die konsequente Erfüllung der Verpflichtungen und leisten diese selbst vorbildhaft. Schulleitung und Kollegium schaffen gemeinsam die Grundlagen für ein lern- und arbeitsförderndes Schul- und Betriebsklima und eine wertorientierte Schulkultur. Sie setzen sich zur Leitli­nie, dass der organisatorische Rahmen des Schulalltags der Pädagogik dient. Anregungen und sachliche Kritik aller Beteiligten sind erwünscht.

2. Kollegium

Respektvoller Umgang und gegenseitige Wertschätzung sind Grundlage der Zu­sammenarbeit. Verschiedene Meinungen und Arbeitsweisen werden akzeptiert und Freiräume ermöglicht. Persönliche und fachliche Kompetenzen werden ge­nutzt. Probleme werden gemeinsam angegangen und konsensfähige Lösungen gesucht. In belastenden Situationen unterstützen sie sich gegenseitig.

3. Schüler

Die Schüler bringen sich gestaltend in den Schulalltag ein. Sie vertreten sich durch Klassensprecher und Schülermitverantwortung (SMV). Klas­senlehrer und Verbindungslehrer fördern die Kommunikation zwischen Schü­lern, Lehrern und Schulleitung.

Kooperation mit Dualpartnern und Eltern

Die Bertha-von-Suttner-Schule bewegt sich in einem vernetzten System vielfälti­ger partnerschaftlicher Beziehungen.

Sie strebt eine enge Zusammenarbeit mit Eltern, Betrieben, Praxisstellen, anderen Schulen und Behörden an.

Die Einbindung von Eltern, Betrieben und bestimmten Institutionen in das Schul­leben (unterrichtlich und außerunterrichtlich) unterstützt und ergänzt das schuli­sche Lern­angebot. Gleichzeitig werden bestehende Kontakte vertieft und neue Kontakte auf­gebaut. Durch die enge Kooperation erhöht sich die Identifikation der Partner mit der Schule.

Die Lehrkräfte treten den Partnern offen entgegen und fördern die Kontakte in Ein­zelgesprächen, bei öffentlichen Veranstaltungen der Partner, bei Informations­veran­staltungen der Schule sowie durch Mitarbeit in ehrenamtlichen Gremien. Kontakte zu verschiedenen Kooperationspartnern erweitern Fördermöglichkeiten für die Schule.

Außenwirkung/Öffentlichkeitsarbeit

Das Bild der Schule wird wesentlich durch die Qualität des Lernangebotes be­stimmt, das eingebettet ist in einen Rahmen, in dem sich Schülerinnen, Schüler, Erziehungs­berechtigte und Betriebe unterstützt fühlen.

Über das Bildungsangebot und die schulische Arbeit wird in der Öffentlichkeit be­richtet.