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„Wann fängt es denn endlich an?“ – Gespannt warteten Schülerinnen und Schüler aus vier verschiedenen Klassen der Bertha-von-Suttner-Schule im Theaterkeller auf den Beginn der Vorstellung. Mit dabei am 20. Januar waren zwei VABO-Klassen, eine Berufsfachschulklasse und eine Klasse mit angehenden ErzieherInnen. Das Theaterprojekt „Mein Weg. Mein Glück. Mein Ziel!“, gastierte in der Schule, um mit den Schülerinnen und Schülern das Thema „Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Kontext von Flucht “ in einem interaktiven Theaterstück zu diskutieren.

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Das Projekt ist eine Kooperation der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES e.V., der Beratungsstelle YASEMIN und der mobilen Theaterbühne „Mensch: Theater!“ und wird vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg finanziert. Die Schüler und Schülerinnen setzten sich schon während des Stücks mit dem Thema Gleichberechtigung, Gewalt im Namen der Ehre sowie Vorurteile auseinander und vertieften das Gesehene anschließend in theaterpädagogischen Workshops. Die verschiedenen Szenen, die alle aus dem Alltag einer geflüchteten Familie erzählten, wurden vom Ensemble kurz gespielt und danach direkt mit den Jugendlichen besprochen. So konnten sie in das Geschehen eingreifen und Handlungsvorschläge machen, wie eine Situation entschärft oder zu einem anderen Ende kommen könnte.

„Ich habe nicht alle Worte verstanden, aber weil die Leute so gut gespielt haben, habe ich doch vieles begriffen“, so das Fazit eines Schülers aus einer der VABO-Klassen. „Wichtig für uns ist auch, dass wir etwas mit deutschen Schülern zusammen machen können. Das macht viel Spaß und wir können Deutsch sprechen“, meinte ein anderer. SchülerInnen der beiden anderen Klassen waren sehr interessiert, sich auszutauschen und Erfahrungen mitzuteilen. „Im Theaterkeller entsteht noch einmal ein ganz anderer Kontakt, als wenn man sich im Schulhaus über den Weg läuft; insgesamt war es eine tolle Veranstaltung“, sagte ein Schüler aus der Erzieherklasse.

TERRE DES FEMMES e.V. und die Beratungsstelle YASEMIN informierten mit einem Infostand über Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten für Jugendliche, die von Gewalt im Namen der Ehre betroffen sind, und diskutierten mit den Schülerinnen und Schülern über Tradition, Menschenrechte und die Möglichkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Anschließend an das Theaterstück vertieften die SchülerInnen das Gesehene in Workshops, die Lehrkräfte und die Schulsozialarbeiterin hatten die Möglichkeit zu einem Informationsgespräch. Die Veranstaltung in Ettlingen war die letzte von insgesamt zwölf Aufführungen, die  seit Oktober 2016 an insgesamt zwölf Schulen in ganz Baden-Württemberg gezeigt wurden.