„Bitte alle aufstehen, hier auf die Bühne kommen und einen großen Kreis bilden!“, so lautet die erste Aufgabe, die die Theaterpädagogin Marie Russi-Morger den SchülerInnen der VABO2-Klasse am 9. November 2017 im Theaterkeller stellt.

Erst zögernd, vorsichtig und zurückhaltend kommen die SchülerInnen dieser Aufforderung nach. Nach und nach weicht die erste Skepsis und die Laien-SchauspielerInnen tauen auf. Bei ersten Übungen soll ein Klatschen an den Nachbarn weitergegeben werden, dann kommen Geräusche dazu, auch die Richtung kann geändert werden. Die ersten Pullover werden ausgezogen, viele Lacher folgen.

Im Anschluss daran werden erste Requisiten ausgeteilt. Wozu kann eine große Feder, ein Seidenschal, ein langes Seil oder ein Zollstock verwandelt werden? Gute Ideen werden sichtbar: hier wird mit der Feder gehämmert, der Schal wird zu einer Flasche, der Zollstock zu einem Skateboard – neben der Suche nach Gegenständen, die dargestellt werden können, sind die SchülerInnen auch immer angehalten, Deutsch zu sprechen und die Dinge zu benennen.

Am Ende gibt es eine kleine  Aufführung. Alle Requisiten liegen auf der Bühne. Wer hat Mut, sich vor allen „zur Schau“ zu stellen, und etwas zu spielen, das die anderen erraten sollen? Viele Hände gehen hoch, das meiste wird unter Gelächter und Beifall erraten: jetzt wird die Feder zum Lippenstift, ein Taschenspiegel zum Notizblock oder es gibt einen Geheimagenten mit Schal und Zollstock-Koffer.

Am 24. Oktober 2017 gab es für die Klasse VABO1 schon einmal einen Theater-Workshop bei Frau Russi-Morger. Da diese SchülerInnen noch nicht ganz so viel Deutsch können, standen eher Konzentrationsübungen, beispielsweise das Balancieren von langen, dünnen Stäben, Beobachtungsübungen und Bewegungsspiele auf dem Programm.

„Das war toll! So macht Deutschlernen auch Spaß!“, so das Fazit beider Klassen. Ein großes Dankeschön geht an Frau Russi-Morger für ihre tollen Ideen und ihre engagierte und zugewandte Art, die Workshops zu leiten.