Die VABO-Klasse (Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf ohne Deutschkenntnisse) der Bertha-von-Suttner-Schule aus Ettlingen nahm im Schuljahr 2018/19 am Projekt Koobo-Z (Kooperative Berufsorientierung für Zugewanderte) teil.

Initiiert ist das Projekt durch das Kultusministerium und wird gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Unterstützt von Stefan Uhlig vom projektbegleitenden CJD-Südbaden haben die 18 SchülerInnen ein handwerkliches Projekt, den Bau von Cruiser Longboards aus einem schnellnachwachsenden Paulownia-Holz (Blauglockenbaum) und alten upgecycelten Eichenholzbrettern, durchgeführt. Das Holz wurde mit Nutelementen verleimt. Die SuS konnten die Form und Länge des Brettes selbst bestimmen. Die Vorteile bei Cruiser Longboards sind der geringere Materialaufwand sowie der günstige Preis für das Equipment. Da es die Achsen und Rollen nicht einzeln zu kaufen gibt, wurden komplette Cruiser Longboards aus Vinyl gekauft und die benötigten Bauteile entfernt. Die übriggebliebenen Vinyl Boards wurden zu einer Bank für das Schulhaus verbaut. Die Planung für die Bank und die Skateboards übernehmen die Jugendlichen, bei der Realisierung müssen sie alle Arbeitsschritte durchführen. Das Projekt wurde in zwei Phasen durchgeführt.

 Planung und Herstellung einer Sitzbank für das Schulhaus

In der ersten Phase wurde eine Bank von den Teilnehmenden geplant und gefertigt, dabei wurden die einzelnen Arbeitsschritte mit den zu verwendeten Werkzeugen geübt und die Werkstatt kennengelernt. In der Werkstatt wurde erfolgreich in Gruppen gearbeitet. Der Plan der Bank wurde auf Papier gezeichnet und eine Schablone für die Wangen wurde erstellt.  Das richtige Anreißen und Abkleben wurde intensiv besprochen und geübt. Danach wurden die Balken für die Bank per Hand gesägt, anschließend geschliffen und geölt. Die Schablone für die Wange wurde auf das Holz übertragen und mit der Stichsäge ausgeschnitten, danach geschliffen und geölt. Zuletzt wurde alles zusammengeschraubt. Alle konnten so an den Stationen die einzelnen Schritte durchführen und ein erstes Gefühl für die Arbeit mit Holz erlangen.

 Selbständiger Bau von Cruiser Longboards für jeden Teilnehmenden

Die zweite Phase stellte die Herstellung der Cruiser Skateboards dar. Die Bauweise der Longboards wurde erörtert und die Planung für den Bau der eigenen Cruiser durchgeführt. Welche Werkzeuge sollen verwendet werden, wie wird das Skateboard dimensioniert, welche Schritte sind in welcher Reihenfolge notwendig, was kostet das Material, all diese Fragestellungen wurden ausgearbeitet. Übungen zum Thema Skateboardbau wurden in Gruppen durchgeführt. Jede Schülerin und jeder Schüler musste jede Station mindestens einmal durchlaufen. Sehr geordnetes und organsiertes Arbeiten konnte somit stattfinden.

Text: S. Uhlig