Drei Tage, vier Betriebe und jede Menge neue Eindrücke: Bei der Exkursion nach Halle (Saale) konnten wir Landwirtschaft einmal ganz praktisch erleben. Von riesigen Betrieben mit tausenden Tieren bis hin zu einem spezialisierten Kartoffelbetrieb – es gab viel zu entdecken.
Wer wissen will, wie moderne Landwirtschaft heute wirklich aussieht, sollte unbedingt weiterlesen.
Vom 27.03.26 bis zum 29.03.26 hatten die Landwirte des 2. und 3. Lehrjahres sowie die Schüler des Wahlkurses Nachhaltige Landwirtschaft und Umwelt (NLU) aus den 12. Klassen des Agrarwissenschaftlichen und des Biotechnologischen Gymnasiums die Möglichkeit, für drei Tage nach Halle (Saale) zu fahren. Schon früh am Morgen, um 07:00 Uhr, starteten wir an der Bertha-von-Suttner-Schule in Richtung Sachsen.
Unser erstes Ziel war am Freitag die „Agraset Agrargenossenschaft eG“ bei Naundorf südöstlich von Leipzig. Dort bekamen wir zunächst einen Überblick über den Betrieb, der mit rund 4.400 Hektar Ackerland, etwa 950 Milchkühen und sogar 16.000 Mastschweinen zu den größten Betrieben gehört, die wir je gesehen haben. Anschließend haben wir uns das große Betriebsgelände angeschaut und durften zum Schluss auch noch in die Ställe zu den Kühen – das war für viele ein echtes Highlight. Am Abend ging es weiter nach Halle (Saale), wo wir in der Jugendherberge übernachteten.
Am Samstag ging es nach dem Frühstück direkt weiter zur „Loberaue Agrar GmbH“, die zum Unternehmen Südzucker gehört. Dieser Betrieb arbeitet sowohl konventionell als auch biologisch und bewirtschaftet insgesamt über 3.000 Hektar Fläche. Besonders beeindruckend war die große Biogasanlage, die jährlich etwa 65.000 MWh Energie erzeugt. Außerdem hält der Betrieb auch rund 2.500 Bioputen. In drei Gruppen wurden wir über das Betriebsgelände geführt und konnten die Lagerhallen für verschiedenes Getreide sehen. Am Ende konnten wir die Mischanlage und Pelletpresse für die Produktion des Biogeflügelfutters besichtigen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Wolteritzer Strandcafé ging es weiter zur „Saat-Gut Plaußig Voges bio! KG“. Dieser Betrieb bewirtschaftet etwa 2.500 Hektar teils biologischh, teils konventionell. Er hat eine weite Fruchtfolge mit vielen Feldfrüchten wie Dinkel, Durum, Gerste, Hafer, Mais, Weizen, Raps, Erbsen, Zuckerrüben etc. Außerdem ist der Betrieb auf Saatgutvermehrung spezialisiert. Besonders interessant war hier, dass der Betreiber uns nicht nur den Betrieb gezeigt hat, sondern auch offen über aktuelle Probleme und Konflikte der Landwirtschaft im Raum Leipzig mit der Bevölkerung gesprochen hat. Das hat viele von uns zum Nachdenken gebracht.
Am Sonntag stand noch ein letzter Betrieb auf dem Programm: die „Elsteraue Kartoffel GmbH & Co. KG“. Im Vergleich zu den anderen war dieser Betrieb kleiner, aber nicht weniger spannend. Auf insgesamt 118 Hektar, die komplett beregnet werden, werden verschiedene Kartoffelsorten angebaut, darunter Früh-, Pflanz- und Spätkartoffeln. Zuerst schauten wir uns die Ackerflächen an und bekamen viele Infos zum Anbau. Danach ging es zu den Lagerhallen, wo wir die Sortiermaschine und die landwirtschaftlichen Maschinen genauer anschauen konnten.
Gegen 13:00 Uhr traten wir schließlich die Heimreise an und kamen am Abend wieder in Ettlingen an.
Wir danken den Betrieben „Agraset Agrargenossenschaft eG“, „Loberaue Agrar GmbH“, „Saat-Gut Plaußig Voges bio! KG“ sowie „Elsteraue Kartoffel GmbH & Co. KG“ für die spannenden und lehrreichen Einblicke in ihre tägliche Arbeit.
